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T&V Kommentar | Q1 2024

Aktualisiert: 6. Mai

Insight

Der Traum vom eigenen Heim wird für viele zunehmend unerreichbar. In den letzten fünf Jahren sind die Preise für Einfamilienhäuser im Kanton Zürich um 25% gestiegen, was den Traum vom Eigenheim für viele ausser Reichweite rückt. Diese Entwicklung wurde von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) in ihrer Studie „Immobilien aktuell“ dokumentiert, in der über 100.000 Immobilien analysiert wurden. Besonders in teuren Gemeinden, wie der Stadt Zürich, sind die Preise stark angestiegen – dort um 35% auf durchschnittlich 2,7 Millionen Franken pro Einfamilienhaus.


Die finanziellen Hürden für den Erwerb eines Eigenheims sind deutlich gestiegen, mit Kaufinteressenten, die nun erheblich mehr Vermögen und Einkommen benötigen, um die Finanzierungskriterien zu erfüllen. Laut ZKB ist keine Entspannung der Preissteigerungen in Sicht; es wird eine weitere Zunahme der Immobilienpreise um jeweils 3% in den Jahren 2024 und 2025 erwartet.


Auch die Situation für Mieter verschärft sich. Im Kanton Zürich steigt die Nachfrage nach Wohnraum durch den Zuzug neuer Einwohner, während das Angebot durch stagnierende Bautätigkeit begrenzt bleibt. Für das aktuelle Jahr erwartet die ZKB nochmals ein Anstieg der Angebotsmieten im Kanton Zürich um 4,5%. Schweizweit dürfte der Mietzinsanstieg mit 4 Prozent nicht wirklich tiefer ausfallen.


Gerne begleiten wir Sie beim Immobilienerwerb und deren Finanzierung.


Der Traum vom eigenen Heim wird für viele zunehmend unerreichbar. In den letzten fünf Jahren sind die Preise für Einfamilienhäuser im Kanton Zürich um 25% gestiegen, was den Traum vom Eigenheim für viele ausser Reichweite rückt. Diese Entwicklung wurde von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) in ihrer Studie „Immobilien aktuell“ dokumentiert, in der über 100.000 Immobilien analysiert wurden. Besonders in teuren Gemeinden, wie der Stadt Zürich, sind die Preise stark angestiegen – dort um 35% auf durchschnittlich 2,7 Millionen Franken pro Einfamilienhaus.
Zürichsee

 

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser


Der Swiss Market Index (SMI) hinkt den Konkurrenten EuroStoxx 50 Index und S&P 500 Index nun schon eine geraume Zeit deutlich hinterher. Ein genauerer Blick auf die Kursentwicklung der einzelnen SMI-Titel zeigt, dass das Problem dieses Jahr am gleichen Ort sitzt wie bereits letztes Jahr: Ein grosser Teil der relativ mediokren Performance des SMI in diesem Jahr ist auf die zwei Schwergewichte Roche und Nestlé zurückzuführen. Diese machen mehr als 30 Prozent der Gewichtung im SMI aus.


Die übermässige Stärke des Frankens in den letzten Jahren war für hier ansässige Firmen wenig förderlich. Wenn die im Ausland verdienten Umsätze in Franken immer weniger Wert werden, drückt das auf die Gewinnmargen. Somit ist seit Anfang 2021 der Gewinn pro Aktie der Unternehmen des Euro Stoxx um fast 30 Prozent angestiegen, während die im SMI vertretenen Firmen nahezu kein Wachstum verzeichneten. Allerdings scheint sich das Blatt seit Jahresstart gewendet zu haben: Der CHF hat sich im ersten Quartal gegenüber dem USD um ~7% respektive dem EUR um ~5% abgewertet. Dies könnte einen neuen Gewinnzyklus auslösen, da das Pendel jetzt auf die andere Seite schlägt: die im Ausland verdienten Umsätze sind in Franken mehr Wert und müssten somit den Gewinnmargen Rückenwind verleihen.


Wir müssen geduldig bleiben

Im langfristigen Vergleich überzeugt der SMI. In CHF hat der SMI seit 1999 auf Total-Return-Basis annualisiert 4,30 Prozent Rendite abgeworfen, der S&P 500 4,54 Prozent und der Euro Stoxx 50 magere 1,39 Prozent. Insofern bleibt zu konstatieren, dass Schweizer Aktien aufgrund der starken Heimwährung eine hohe Gewichtung in jedem Portfolio verdienen. Damit der wichtigste Schweizer Leitindex SMI im Vergleich aber wieder zu alter Hochform findet, sind deutlich bessere Performances der Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche gefragt.


Wie steht es an den Zinsfronten?

Die Schweiz scheint die Insel der Glückseligen zu sein. Die Teuerung nimmt auf breiter Ebene ab. Im März ist die Inflation in der Schweiz auf 1% gesunken und liegt damit seit 10 Monaten wieder unter dem Ziel der Nationalbank. Die Teuerung hat somit ein weiteres Mal stärker abgenommen, als von den meisten Experten prognostiziert wurde. Vor einem Jahr, im März 2023, hatte die Inflation noch knapp 3% betragen. Vor allem bei den Nahrungsmitteln ist die Umkehr nach unten besonders deutlich. Die Mehrwertsteuererhöhung ab 2024 von 7,7 auf 8,1% (Normalsatz) hat sich bislang nicht negativ auf den Verlauf der Konsumentenpreise ausgewirkt.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat mit der überraschend frühen Zinssenkung von 1.75 auf 1.50 Prozent den Rückgang an der Inflationsfront richtig antizipiert. Durch die erfreuliche Dynamik der Teuerungsrate in der Schweiz sind weitere Leitzinssenkungen noch wahrscheinlicher geworden.

In den USA verlaufen die Inflationsdaten bisher leider noch weniger dynamisch als in der Schweiz. Die Inflation hat sich in den letzten Monaten seitwärts über 3% bewegt. Die Amerikanische Wirtschaft und deren Arbeitsmarkt ist weiterhin mit viel Schwung unterwegs. Daher drängt sich eine Zinssenkung nicht auf und die US-Notenbank nimmt sich Zeit, bis sich die Wolken über der Inflation lichten.


Die Inflation in der Eurozone schwächte sich im März erneut ab. Die Jahresrate fiel von 2,6 auf 2,4% und näherte sich damit weiter dem Inflationsziel der Europäische Zentralbank (EZB) von zwei Prozent. Der Rückgang der Inflation spricht für eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung der EZB im Juni.


 

«Die meisten erfolgreichen Anleger tun die meiste Zeit nichts. Verwechseln Sie nicht Bewegung mit Aktion. Sie müssen wissen, wann sie sitzen und warten müssen.»


Jim Rogers, Amerikanischer Investor und Schriftsteller



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