Anlagefonds der Hausbanken senken Renditen der Kunden

Aktualisiert: Juni 7

Banken drehen Anlegern oft eigene Produkte an – nicht zu deren Nutzen, wie eine Studie zeigt.


Die Banken verkaufen ihren Kunden gern hauseigene Produkte. Das wirkt sich stark auf die Rendite der Anleger aus, wie eine Studie des VZ Vermögenszentrums zeigt. Im Jahr 2020 wurde die Zusammensetzung von 2’500 von Privatkunden zu Verfügung gestellten Wertpapierdepots untersucht. Dabei zeigte sich, dass Banken ihren Kunden noch mehr hauseigene Produkte verkauften als im Vorjahr. Damals lag der Anteil bei 44 Prozent. Im Jahr 2020 waren es bereits durchschnittlich 63 Prozent (Steigerung von 43%!). Vor fünf Jahren hatte der Anteil noch unter 30 Prozent gelegen.


Woher kommt das?

Oft handelt es sich bei eigenen Produkten von Banken um aktiv geführte Fonds mit hohen Gebühren, welche die Rendite des Kunden schmälern. Der Median der Renditen bei hauseigenen Produkten lag im Jahr 2020 im Durchschnitt bei 1.4 Prozent - wenn drei Viertel des Kundenvermögens in diese investiert waren. Eine Rendite von 3.6 Prozent war hingegen mit börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf Schweizer Aktien möglich. In dieser Rechnung berücksichtigt sind die Fonds- und Depotgebühren von je 0,1 Prozent pro Jahr. Bei einer Investition von 100’000 Franken war ein Anleger mit einem ETF am Ende des Jahres also um 2’200 Franken reicher als ein Anleger, der auf Produkte der Banken setzte. Der einzige Gewinner in diesem Fall sind die Banken selbst, die Kunden in ihre aktiven Fonds locken.


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